Das Regionalbahnkonzept
In Innsbruck befindet sich derzeit das größte Stadtbahnprojekt Österreichs in Umsetzung.
Nach Grundsatzbeschlüssen des Gemeinderats 1999 und 2001 zum Erhalt und Ausbau der Straßenbahn nach dem sogenannten Straßenbahnkonzept folgte die Erstellung und der Beschluss eines erweiterten Ausbauprogramms bis ins Umland, inzwischen als Regionalbahnkonzept betitelt, im Jahr 2004, mit einem am 27.10.2004 abgeschlossenen Finanzierungsvertrag zwischen Stadt, Land und Bund (Details) und und die Präzisierung der Ausbaumaßnahmen unter gestiegenen Kosten, ebenfalls politisch beschlossen im Jahr 2007 (Details).
Die Details der Entwicklung des Regionalbahnkonzepts bis Mitte 2007 sind auch im Editorial vom 30. Mai 2007, Chronologie des Regionalbahnkonzepts, nachzulesen.
Während der planerischen und politischen Vorbereitung der Netzerweiterungen wurde 2003 bis 2007 das Bestandsnetz totalsaniert und für Neufahrzeuge vorbereitet, bauliche Vorbereitungen für die Netzerweiterungen getroffen und der Austausch des gesamten Altwagenfuhrparks durch moderne Niederflurwagen eingeleitet, der Anfang 2009 abgeschlossen sein wird.
Unmittelbar darauf folgend wird der Fuhrpark mit zehn weiteren Niederflurwagen erweitert, die bis Ende 2009 geliefert sein sollten.
![]() Der erste Niederflurwagen, Tw 351, anläßlich einer Probefahrt im Haltepunkt Mutters. Konstruktionszeichnung der Innsbrucker Flexity Outlook C - Fahrzeuge, erste zwei Liefertranchen. Zeichnung: Bilder bitte anklicken zum Vergößern! Datenblatt Antriebs- und Fahrzeugleittechnik (PDF) > Weitere Dokumente auf der Downloadseite > Fotos und Videos von den Neufahrzeugen |
Der Straßenbahnfuhrpark der IVB wird mit insgesamt 54 Neufahrzeugen (32 davon bestellt und derzeit in Auslieferung) komplett modernisiert. Die neuen Niederflurstraßenbahnen, deren erste 22 Stück im Jahr 2005 bestellt wurden und seit 17. Oktober 2007 ausgeliefert werden (Einsatz des ersten Wagens im Linienbetrieb seit 27. März 2008), stammen von Bombardier Transportation und sind vom Typ "Flexity Outlook C", der schon in zahlreichen anderen Städten eingesetzt wird. Einige der speziellen Ausstattungsmerkmale der Innsbrucker Version sind das Karosseriedesign, die zusätzlichen Linienanzeigen neben den Türen, der speziell angepaßte FahrerInnenarbeitsplatz, die Inneneinrichtung, die vier Innenraum-Überwachungskameras und die acht Fahrgastinformationsbildschirme im Innenraum. Es handelt sich um 27,6 m lange, doppeltraktionsfähige Zweirichtungsfahrzeuge mit 100% Niederfluranteil. Alle weiteren technischen Informationen können dem Datenblatt entnommen werden. Im Dezember 2007 wurde die Bestellung weiterer zehn Wagen (Option aus dem Liefervertrag von 2005, Wagennummern 317 bis 326) eingeleitet. Es werden aus diesem Vertrag bis Mitte 2009 insgesamt 32 Straßenbahnen geliefert. Weitere 22 Fahrzeuge, davon zehn für die neuen Straßenbahnlinien bzw. die Straßenbahnverlängerungen und 12 für die Stadtbahn Hall-Völs, werden ab 2009 bestellt. Vom alten Fuhrpark werden die Tw 39 (ex-Bielefelder Sechsachser) und 75 (Lohner-Sechsachser) beim lokalen Straßenbahnmuseumsverein aus Museumsfahrzeuge erhalten bleiben, die Zweirichtungstriebwagen 81 bis 83 (ex-Hagener Achtachser) sollen vorerst als Reserve bei den IVB verbleiben und bei Bedarf auf allen Linien eingesetzt werden.
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* Für die die Strecke von Rum (Metro) nach Hall gibt es bislang erst politische Absichtserklärungen und auch noch keine Finanzierung. Ihre Realisierung muss bis zum Jahr 2013 politisch entschieden werden. Zusätzlich wird die derzeitige Schleife Amras der Linie 3 abgebaut und die Linie 3 entlang der Philippine-Welser-Straße bis an den derzeitigen westlichen Bebauungsrand verlängert. Dort wird ein Endbahnhof mit Stumpfwende errichtet. Der Realisierungszeitraum für diese Verlängerung der Linie 3 ist noch unbekannt. Infrastruktur Eine zweiter Betriebsbahnhof mit Werkstätte, Abstellhalle und Waschanlage wird für die Stadtbahn Hall-Völs benötigt. Er soll nach derzeitigem Stand östlich der Grenobler Brücke auf einem Grundstück der Innsbrucker Kommunalbetriebe entstehen. Planung und Bau Die Grobplanungen wurde in Vorbereitung für das Konzessionsansuchen bis zur Einreichplanung vertieft. Die bauliche Umsetzung in der Kernstadt soll von Sommer 2008 bis Sommer 2015 erfolgen, Gleisbauarbeiten finden jedes Jahr in den Monaten März bis Oktober statt, erforderliche Leitungsverlegungen und andere Baumaßnahmen in der Zeit dazwischen. Derzeit ist allerdings noch offen, ob im Juli 2008 tatsächlich mit dem Bau begonnen werden kann. Folgende verkehrskritische Streckenabschnitte werden in den Sommerferien von Juli bis September errichtet: Salurner Straße inklusive Kreuzungen bis Innrain Klinikkreuzung im Sommer 2008, Höttinger Au Unibrücke bis Bachlechnerstraße inklusive Kreuzungen im Sommer 2009, Brunecker Straße - Kreuzung Museumstraße - Sillpark - Amraser Straße westlich der Sillbrücke im Sommer 2011 und die Trasse in der Schützenstraße im Sommer 2012. In den Errichtungsjahren werden durchgehende Linienbaustellen bestehen, die Bauabschnitte folgen unmittelbar aufeinander. Teilweise wird auch an Wochenenden und im 24-Stunden-Schichtbetrieb gearbeitet werden. Fahrpläne und Intervalle
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![]() Dies ist der Ausbau-Übersichtsplan mit Stand Juni 2008. Noch nicht am Plan eingezeichnet sind die letzten Änderungen: die Linie 3 wird beim Bahnhof Hötting enden (am Plan als Mittenwaldbahn vermerkt), nicht wie eingezeichnet in der Layrstraße. Außerdem wird die Endstation Amras der Linie 3 um ca. 300 m nach Osten in die Philippine-Welser-Straße verlegt. Plan: Landesverkehrsplanung Bitte anklicken zum Vergößern! Seit Erstellung dieses Plans sind allerdings Änderungen eingetreten:
Informativ beschriftet sind auschließlich Neubaustrecken, das Bestandsnetz ist unbeschriftet. Planzeichnung © IVB, informative Beschriftungen in schwarzer Farbe von Manni Schneiderbauer Bitte anklicken zum Vergößern! Trassenverlauf Stadtbahn Hall-Völs
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